Selbstverpflichtung

zu den Themen Vernachlässigung und Gewalt, insbesondere sexueller Gewalt
für ejw, CVJM und VCP in Württemberg


Evangelische Jugendarbeit wird durch das Miteinander von Menschen und ihrer
Beziehung zu Gott lebendig. Dieses Miteinander soll von gegenseitigem Vertrauen
geprägt sein. Vertrauensvolle Beziehungen geben Mädchen und Jungen Sicherheit
und stärken sie. Beziehung und Vertrauen von Kindern und Jugendlichen dürfen
nicht ausgenutzt werden.

1. Wir stärken die uns anvertrauten Jungen und Mädchen. Wir gehen achtsam
mit ihnen um und schützen sie vor Schaden, Gefahren und Gewalt.

2. Wir verpflichten uns, alles zu tun, dass bei uns in der evangelischen
Jugendarbeit Vernachlässigung, sexuelle Gewalt und andere Formen von
Gewalt verhindert werden.

3. Wir nehmen die individuellen Grenzempfindungen der Kinder und
Jugendlichen wahr und respektieren sie.

4. Wir greifen ein bei Anzeichen von sexistischem, diskriminierendem,
rassistischem und gewalttätigem Verhalten in verbaler und nonverbaler Form.

5. Wir verzichten auf abwertendes Verhalten. Wir achten darauf, dass
wertschätzender und respektvoller Umgang untereinander gepflegt wird.

6. Wir respektieren die Intimsphäre und die persönliche Schamgrenze von
Teilnehmenden und Mitarbeitenden.

7. Wir leben einen verantwortungsvollen Umgang mit Nähe und Distanz.

8. Wir missbrauchen unsere Rolle nicht für sexuelle Kontakte zu den uns
anvertrauten jungen Menschen.

9. Wir achten auf Grenzüberschreitungen durch Mitarbeitende und
Teilnehmende in den Gruppen, bei Angeboten und Aktivitäten. Wir vertuschen
sie nicht und reagieren angemessen darauf.

10. Wir suchen kompetente Hilfe, wenn wir gewaltsame Übergriffe, sexuellen
Missbrauch, sowie Formen der Vernachlässigung vermuten.


Am 16. Mai 2009 beschlossen von der Delegiertenversammlung des evangelischen
Jugendwerks in Württemberg.